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Unabhängig mit dem Mundo-Lastfahrrad

Mundo-Lastfahrrad In Zeiten hoher Benzinpreise und unsicherer Einkommen ist es ein herrliches Gefühl, wenn man seine Einkäufe und Kleintransporte mit dem Fahrrad erledigen kann.

Doch auch wenn man mit einem handelsüblichen Fahrrad eine erstaunliche Menge transportieren kann, so stößt man doch schnell an die Grenzen, wenn man einen ganzen Wocheneinkauf fahren will.

Zur Abhilfe dieses Transportengpasses bietet sich entweder ein Anhänger an. Doch für einen Fahrradanhänger braucht man nur breite Fahrradwege und auch Strecken auf Autostraßen sollten möglichst wenig vorkommen.

Wenn man jedoch mit Engstellen zu kämpfen hat, oder wenn man die Freiheit eines einspurigen Fahrzeugs besonders schätzt, bietet sich ein einspuriges Lastfahrrad an.

Solch ein Lastfahrrad habe ich kürzlich im Internet entdeckt.

Man kann mit diesem Transportfahrrad namens Mundo bis 200 Kilo transportieren, denn es hat einen super stabilen Gepäckträger und sieht auch sonst sehr robust aus.

Da ich mich schon oft über die geringe Transportkapazität eines normalen Fahrrades geärgert habe, entschied ich mich schnell, mir dieses Lastfahrrad anzuschaffen. Bei nächster Gelegenheit habe ich mir also das Fahrrad bestellt, und ungeduldig auf die Lieferung gewartet.

Da mir bekannt war, dass man sich das Fahrrad selbst zusammen schrauben muss, habe ich mir in Wartezeit die nötigen Werkzeuge angeschafft.

Schon bald war es soweit. Nach wenigen Tagen wurde eine riesengroße schwere Kiste in mein Haus geliefert.

Ein wenig mulmig war mir schon zu Mute beim Gedanken an das darauf folgende Zusammenbau-Erlebnis. Mit Schwitzen und Fluchen und letztlich einer Menge Freude gelang es mir jedoch das Fahrrad zusammen zu schrauben. Jetzt genieße ich jeden Einkauf mit meinem tapferen Lastfahrrad.

Benötigte Werkzeuge

Werkzeuge für Fahrrad-Bau Außer dem üblichen Satz Schraubenschlüssel und Imbusschlüssen samt Zange und Schraubenzieher braucht man für den Zusammenbau des Fahrrads noch einige speziellere Werkzeuge.

Da ich aber sowieso öfter an meinen Fahrrädern herumschrauben will, habe ich diese Investitionen nicht gescheut.

Die besonderen Werkzeuge, die man braucht sind:

  • Ketten-Nieter
  • Tretkurbelabzieher
  • Schraubenschlüssel 36 mm
  • Schraubenschlüssel 36 mm (dünn)
  • Kugellager-Fett

Alle Werkzeuge bekam ich in einem normalen Baumarkt.


36er Schraubenschlüssel

36er Schraubenschlüssel

Besonders erstaunt war ich über die 36er Schraubenschlüssel.

Zuerst war mir gar nicht klar, dass die benötigten Schraubenschlüssel so riesig sind und dass sie in den üblichen Schraubenschlüssel-Sätzen nicht enthalten sind. Daher musste ich sie nachträglich kaufen gehen.

Solche 36er Schraubenschlüssel sind wirklich gigantisch. Man könnte sie als Hanteln benutzen.

Wenn möglich, sollte einer der beiden Schraubenschlüssel flach sein, weil die zu drehende Mutter auch ziemlich flach ist.

Man braucht die beiden Riesen-Schraubenschlüssel um die Gabel am Fahrrad zu befestigen.

Die Gabel wird mit einer grossen Mutter und einer ebensolchen Kontermutter (und einem Kugellager) an die passende Stelle des Fahrrad-Rahmens geschraubt.

Zusammenbau des Last-Fahrrads

Bauteile des Mundo-Lastfahrrads Schon in meiner Jugend habe ich immer wieder meine Fahrräder repariert; hin und wieder habe ich auch ein altes Fahrrad flottgemacht. Doch ein vollständiges Fahrrad zusammengebaut hatte ich noch nie.

Daher war mir ziemlich mulmig zumute, bei dem Gedanken das Fahrrad komplett selber zusammen zu bauen.

Doch ich wollte es wissen, ob ich es kann. Also nahm ich die Herausforderung an.

Die sorgfältig ausgedruckte Anleitung schien mir zunächst sehr ausführlich. Doch beim Zusammenschrauben kam ich sie mir plötzlich streckenweise sehr dürftig und manchmal auch verwirrend vor.

Das mag daran liegen, dass die Anleitung vielleicht davon ausgeht, dass man das prinzipielle Zusammenschrauben eines Fahrrads schon beherrscht. Der Schwerpunkt der Bilder lag nämlich auf den speziellen Features des Rades.

Die ersten Montage-Schritte der Lenker-Kleingeräte gelangen jedoch leicht, so dass ich schon einmal zuversichtlich war.

Kettenmontage Diese Zuversicht half mir dann auch über die ersten Hürden hinweg, beispielsweise den Zusammenbau von Gabel, Fahrrad und Lenker.

Für einige Stellen brauchte ich auch jede Menge Kraft. Da ich als Frau deutlich weniger Kraft in den Händen habe, als ein durchschnittlicher Mann, schienen mir die massiven Metallteile streckenweise doch recht schwer zu verarbeiten.

Für die Montage des massiven Gepäckträgers nahm ich schließlich die Enden von umwickelten Schraubenschlüsseln als Hebel, um das Metall auseinander zu spreizen. So kann man mit etwas Köpfchen die fehlende Kraft in den Händen ausgleichen.

Insgesamt schwankte ich zwischen Euphorie und Fluchen, bis das Fahrrad schliesslich fahrtüchtig war.

Stabilität des Fahrrads

Mundo-Transportrad Die Bauteile aus Metall wirken super stabil. Sie sind sehr dick und ordentlich schwer.

Auch bei den Rädern haben sich die Hersteller etwas gedacht. Mit 26 Zoll sind sie ziemlich klein, was der Stabilität durchaus förderlich ist.

Die Felgen sind ausgesprochen dick und wuchtig. Die Räder haben auch mehr Speichen als gewöhnlich. Die extrem dicken Reifen runden den stabilen Eindruck der Räder schliesslich ab.

Vor allem der Gepäckträger hat es in sich. Er wiegt alleine schon etwa soviel, wie manch vollständiges Fahrrad. Mit 2 cm Durchmesser sind seine Metallstreben auch ordentlich dick gehalten.

Das ganze Fahrrad wirkt so, als wären die 200 Kilo Transportkapazität kein leeres Versprechen.

Nur die Schutzbleche aus Plastik und der Kettenschutz, ebenfalls aus Plastik, wirken etwas liedrig. Sie sind teilweise auch fummelig zu montieren, bis auf das vorder Schutzblech, das einfach ging. Als hätte der Hersteller es nicht für nötig gehalten, diese ergänzenden Bauteile mit der gleichen Qualität anzubieten wie das restliche Fahrrad.

Für die Transportfähigkeit sind diese Plastik-Bauteile jedoch glücklicherweise nicht notwendig.

Transportkapazität

Mundo beladen Auf vielen Fotos wird das Munod-Lastfahrrad als wahres Transportgenie gezeigt.

Da werden mitunter ganze Geschäftsausstattungen auf das Fahrrad montiert.

Diese extremen Transportfähigkeiten traue ich dem Fahrrad durchaus zu, doch mein eigener Transport-Bedarf ist bislang vorwiegend ein normaler Wocheneinkauf.

Daher habe ich mir einen großen Einkaufskorb für den Gepäckträger besorgt. Dieser Korb ist 55 cm lang und wird in Katalogen als Hundekorb geführt. Er passt aber prima auf den grossen Gepäckträger.

Für die Seiten verwende ich Satteltaschen. Von einer schmaleren Satteltaschensorte passen auf jeder Seite zwei Taschen.

Damit habe ich die doppelte Transportkapazität wie auf einem normalen Fahrrad.

Zusätzlich kann ich auf den Gepäckträger noch weitere größere Einkaufsgegenstände festzurren.

Fahrspass

Fahrspass auf dem Mundo-Fahrrad Zu meiner großen Überraschung bietet das Mundo-Lastfahrrad jede Menge Fahrspaß.

Zwar ist es naturgemäß ein schweres Fahrrad.

Aber angesichts dieses Gewichtes fährt es sich flott und wendig.

Das Fahrrad liegt gut auf der Straße und hält zuverlässig die Spur, was die Freude am Fahren noch vergrößert.

Auch wenn es nicht ganz zutrifft, hat man fast das Gefühl so richtig zu flitzen.

Nur bergauf spürt man deutlich, dass es sich um ein schweres Fahrrad handelt. Dann freue ich mich immer darüber, dass es sechs Gänge zu bieten hat.

Auch beladen fährt es sich noch gut. Wie es sich mit 200 Kilo auf dem Buckel fährt, weiß ich zwar nicht, aber ein sehr schwerer Wochen Einkauf trübt die Freude am Fahren kaum.

Fazit

So ein Lastfahrrad eignet sich nicht nur für extreme Krisenzeiten, wenn kein Auto mehr fährt.

Auch jetzt schon lohnt sich die Anschaffung eines Lastfahrrads durchaus.

Man kann recht üppige Einkäufe damit transportieren und auch noch einiges mehr.

Ausserdem hat man beim Einkauf reichlich Bewegung, was der Gesundheit zugute kommt.

Siehe auch

Wer neugierig geworden ist, kann sich das Mundo-Lastfahrrad ja mal auf der Hersteller-Seite anschauen:



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