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Der neue Flucht-Rucksack: Zwischenbericht

Mit meinem neuen Fluchtrucksack bin ich inzwischen schon ziemlich weit gekommen. Daher will ich hier einen kleinen Zwischenbericht schreiben.

Zunächst aber möchte ich mich für die vielen interessanten Zuschriften bedanken. Leider fehlt mir die Zeit, sie zu beantworten. Die Emails zeigen mir ganz deutlich, dass an Fluchtrucksäcken ein erhebliches Interesse besteht. Auch ist mir noch klarer als vorher geworden, dass jeder sich unter so einer Flucht etwas ganz anderes vorstellt. Besonders beliebt ist bei vielen offenbar die Flucht zu Fuß durch die Wildnis, so wie man das in Survival-Kursen übt. Für diesen Zweck werde ich mir ein ander Mal einen leicht tragbaren Rucksack mit hochqualitativer Ausrücstung zusammenstellen. Aber diese kostbare Ausrüstung werde ich dann nicht in diesem Rucksack stilllegen, sondern aktiv für meine Wandertouren benutzen. Doch diese tolle Ausrüstung werde ich wohl frühestens nächstes Jahr in Angriff nehmen.

Jetzt erst einmal zu meinem aktuellen Fluchtrucksack, der fürs Erste schon toll genug ist, wie ich finde.

Hier ist er, mein Prachtexemplar von Trolley-Rucksack.

Fasst stolze 75 Liter, hat gut laufende Rollen und komfortable Träger mit breitem Hüftgurt.

So kann ich ihn auch beladen recht gut tragen, allerdings ist er, wie erwartet, nichts für Ganztages-Wanderungen.

Auf glattem Terrain kann man ihn ziemlich gut hinter sich her ziehen.

So lassen sich bestimmt auch ein paar Kilometer bewältigen, falls das Auto streikt und weder Zug noch Bus fahren.

Leider sind solche großen Trolley-Rucksäcke ziemlich teuer und eigentlich viel zu schade, um jahrzehntelang unbenutzt in der Ecke zu stehen.

Vielleicht sollte ich mir so einen Rucksack auch für meine Reisen anschaffen.

So sieht der Rucksack geöffnet aus - ähnlich wie ein Koffer.

Die Klamotten habe ich in eine Stofftasche gepackt, damit sie brav zusammen bleiben.

Hier ein Foto von der Schicht darunter.

In dieser Schicht sind die schweren Sachen, denn Schweres sollte man immer möglichst nah am Rücken einpacken. Dann trägt es sich besser.

Nun folgen einige High-Lights der Rucksack-Füllung.

Besonders gut gefällt mir die Luftmatratze, weil sie so schön klein ist.

Sie wiegt gerade einmal 355 Gramm und ist auch sehr handlich.

Sie nimmt also erheblich weniger Platz weg als eine Isomatte und lässt sich auch leichter tragen.

Abgesehen von dem relativ stolzen Preis hat sie nur den Nachteil, dass sie nicht so gut gegen Kälte isoliert wie eine gute Isomatte. Der Isolierungswert liegt bei 0,7 und bei einer Isomatte über 4.

Aber ich will ja auch keine Outdoor-Winternächte damit verbringen.

Das Zelt gefällt mir auch sehr gut.

Wiegt nur 1,5 kg und hat auch ein erfreulich kleines Packmaß.

Gab es kürzlich für knapp 15 Euro im Lidl. Bei dem Preis schmerzt es auch kaum, wenn man es unbenutzt im Rucksack liegen lässt.

Mir ist natürlich bewusst, dass man in diesem Zelt keine Schneesturm-Nächte übersteht. Es ist ein reines Schönwetter-Zelt.

Aber ein gutes Leichtzelt in dieser Gewichtsklasse kostet locker 300 Euro und mehr. Oft sind solche Luxuszelte dann sogar nacher einer Benutzung kaputt (laut Kundenrezensionen), eine Schwäche, die ich zwar einem 15-Euro-Zelt verzeihen würde, aber keinen 300-Euro-Zelt.

Hier sieht man das BP5, angeboten unter der Bezeichnung Weizenriegel.

Leider ist das BP5 in den letzten Jahren erheblich teurer geworden, kostet inzwischen über 9 Euro pro Packung. Das finde ich schon ziemlich heftig.

Aber wenn man bedenkt, dass man einen ganzen Tag davon satt wird und das auch noch in einer optimalen Nährstoffzusammensetzung, dann kann ich diesen Preis akzeptieren.

Immerhin hält sich das Zeug offiziell fast zehn Jahre und inoffiziell wohl noch deutlich länger.

Außer dem BP5 habe ich auch noch Trekking-Kekse besorgt.

Die sind die moderne Form der berühmt-berüchtigten Panzerkekse von der Bundeswehr.

Auf diese Weise konnte ich diese berühmten Kekse auch mal selber kennenlernen, denn ich habe ein paar Packungen mehr bestellt, als ich für den Rucksack brauche.

Die Kekse sind zwar hart und knackig, aber laut meines bundeswehr-erfahrenen Liebsten nicht vergleichbar mit den traditionellen Panzerkeksen, die man kaum durchbeißen konnte. Geschmacksmäßig erinnern sie mich etwas an ganz normale Butterkekse, aber etwas weniger süß.

Ob ich Tee einpacken soll oder nicht, hatte ich ja noch offen gelassen. Für umständlich habe ich dabei die Frage der zugehörigen Milch gehalten, denn Kaffeeweißer kann ich mir zwar portionsweise in kleine Plastikbeutel abpacken, aber das hält dann nicht besonders lang, bis es muffig wird.

Dann habe ich im Supermarkt einen Fertigtee in Einzel-Portions-Beuteln gefunden, schon fertig mit Milch und Zucker. Die nehmen zwar mehr Platz weg als schlichte Teebeutel, aber Zucker und Milchpulver brauchen ja auch Platz.

Der Fertigtee ist auch deutlich süßer als mein sonstiger Tee, aber ich denke mir, dass er in einer Notsituation ordentlich nährt und stärkt. Zusammen mit ein paar Trekkingkeksen gibt es schon ein kleines Frühstück.

Für meinen Liebsten habe ich übrigens einen vergleichbaren Fertig-Kaffee in seinen Rucksack eingepackt, der auch sehr lecker schmeckt.

Und hier, ganz profan aber bestimmt sehr nützlich, der Toilettenbeutel.

Wenn man unterwegs ist, und tausende von Menschen sind auch unterwegs, dann findet man oft kein Toilettenpapier, selbst wenn man eine freie Toilette findet.

Eine Rolle mit Toilettenpapier fand ich zu voluminös für den Rucksack, daher habe ich lieber Papiertaschentücher eingepackt. Außerdem sind noch ein paar einzeln verpackte Feuchtpapiere dabei, denn wer weiß, wie oft man unterwegs die Gelegenheit hat, sich ordentlich zu waschen.

Ein paar nützliche Kleinigkeiten, die alle auch als Schlüsselanhänger dienen können, habe ich zusammen gehängt, damit sie griffbereit beisammen sind.

Ein winziger Kompass kann den Norden anzeigen, wenn man nach einer Richtung sucht.

Eine Trillerpfeife kann man nutzen, um auf sich aufmerksam zu machen, beispielsweise wenn man in einer Felsspalte liegt und auf Hilfe hofft.

Die winzige Gewürz-Dose ist zwar zu klein, um damit richtig zu kochen, wie mir korrekterweise der Verkäufer im Outdoor-Laden sagte, aber sie kann ganz nett sein, wenn man sich ein paar Tomaten oder ein gekochtes Ei würzen will.

Das Einscannen all meiner wichtigen Unterlagen macht richtig Arbeit.

Die wichtigsten Papiere habe ich schon erledigt und auf einer Speicherkarte untergebracht. Weitere werden folgen.

Außerdem habe ich mir die wichtigsten Ausweise ausgedruckt, damit ich mich unterwegs ausweisen kann, auch wenn ich keine Zeit mehr hatte, die Ausweise einzustecken.

Weil die modernen Ausdrucke von Scans so echt aussehen, habe ich überall "Kopie" draufgedruckt, damit kein Zweifel besteht von wegen Ausweis-Fälschung oder so.


Dieses Handy bei Amazon.de...
Ein extra Flucht-Handy habe ich mir auch besorgt.

Es ist ganz einfach, preiswert und soll eine besonders lange Akku-Laufzeit haben.

Im Standby-Modus soll der Akku 700 Stunden halten, dass sind immerhin 29 Tage.

Wie lange der Akku dann wohl ausgeschaltet hält? Ich werde es ausprobieren und das Handy dann immer wieder aufladen.

Wenn ich mal ein Smartphone ausmuster, weil ich ein neues bekomme, werde ich es vielleicht noch dazupacken. Denn mit einem Smartphone könnte ich auch ins Internet, Emails abholen, Zugverbindungen überprüfen usw. Dazu bräuchte ich dann noch ein passendes Solar-Auflade-Gerät.


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Weil einer meiner erwachsenen Söhne ganz in der Nähe wohnt, braucht er natürlich auch einen Fluchtrucksack. Denn wenn das Atomkraftwerk hochgeht, müsste er auch fliehen.

Er wollte jedoch keinen Rucksack-Trolley, sondern einen normalen Rucksack.

Das war einfacher als die Besorgung der Rucksack-Trolleys.

Einen sogenannten Bundeswehr-Rucksack mit 65 Liter Fassungsvermögen habe ich sehr preiswert ergattert. Das ist natürlich kein hochqualitativer Rucksack, aber er macht einen recht passablen Eindruck, vor allem in Hinblick auf den günstigen Preis.

Wenn es Neues von meinem Fluchtrucksack gibt, werde ich davon berichten.



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