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Survival-Kits

Als Survival-Kit kann man alle Sammlungen von Gegenständen bezeichnen, die man für Notfälle mit sich führt, und die einem dann das Leben erleichtern können.

Beispiele:

Allgemeines

Für mich fängt ein Survival-Kit beim Pflaster und Taschentuch in der Handtasche an und lässt sich dann stufenlos erweitern bis hin zum Überlebens-Paket für echte Notfälle und das Überleben in der Wildnis.

Fangen wir mal mit den kleinen Notfällen an, denn das ist zum Üben sehr viel übersichtlicher, als der grosse Notfall, den man ja aus der Praxis meistens noch nicht kennt. Ausserdem kommt man für kleine Notfälle mit viel kleineren Survival-Kits aus. Diese können dann als Basis für Erweiterungen dienen.

Bei meinen Basis-Survival-Kits packe ich lauter Kleinzeug in kleine Plastik-Beutel, die man nach dem Reisverschlussprinzip verschliessen und öffnen lassen. Diese Beutel bringen eine gewisse Übersicht in das Kleinzeug.


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Basis-Survival-Kit:

  • Pflasterbeutel
    In den meisten Erste-Hilfe-Sets befinden sich vor allem Verbände, die recht viel Platz wegnehmen und dadurch ein wirklich kleines Set unmöglich machen. Meistens braucht man bei kleinen Notfällen aber nur ein Pflaster. Daher habe ich einen extra Pflasterbeutel eingeführt, der keine Verbände enthält. Dadurch wird bei den kleinen Notfällen beispielsweise der Auto-Verbandskasten geschont, denn man muss ihn nicht nur für ein kleines Pflaster anbrechen.
    • 4 Pflasterstrips in unterschiedlichen Grössen
    • Ein breiter Streifen Heftpflaster
    • Eine Aspirin-Tablette

  • Werkzeug-Beutel
    Der Werkzeug-Beutel enthält kein schweres Werkzeug im üblichen Sinne, denn das wäre für den kleinen Beutel viel zu gross und schwer. Stattdessen enthält er diverse nützliche Dinge, die man wohl eher "Tool" nennen würde, aber das klingt so englisch.
    • Nähnadel
    • Sicherheitsnadel
    • Angelhaken
    • Rasierklinge
    • Zwei kurze Stücke Bindedraht
    • Büroklammer
    • Nagel
    • Schwarzes Nähgarn
    • Weisses Nähgarn
    • 3 m Angelschnur
    • 1 m Mehrzweckschnur
    • 4 Streichhölzer zum überall anzünden
Der Angelhaken dient in der Praxis wohl eher dem herausangeln von wichtigen Dingen, z.B. Schlüsselbund, Kamera, die in eine Spalte oder ein Loch gefallen sind, und an die man sonst nicht mehr drankommt. Ansonsten ist es psychologisch gesehen ein gutes Gefühl, zu wissen, dass man immer etwas dabei hat, mit dem man sich zur Not Fische fangen könnte.

  • Hygiene-Beutel
  • Zwei Erfrischungstücher
  • Ein Brillenputztuch (für Brillenträger)
  • Ein Kondom (man weiss ja nie)
  • Ein Tampon (als Mann kann man damit eine Frau "retten")

Wenn noch genug Platz ist, gibt es noch den

  • Bonbon-Beutel
    Die Sachen im Bonbon-Beutel machen natürlich nicht satt, aber können bei Hustenattacken helfen, oder die Zeit überbrücken, bis es mehr zu essen gibt.
  • Ein Traubenzucker-Stück
  • Ein Hustenbonbon
  • Ein anderer Bonbon

Diese Basis-Beutel passen in sehr kleine Täschchen rein und nehmen fast keinen Platz weg. Daher kann man sie leicht immer dabei haben.

Für eine Ausstattung mit der man weiter kommt, braucht man aber natürlich noch viel mehr Zubehör. Da wären zum Beispiel:

  • Erste Hilfe
    • Verbände
    • Kompressen
    • Alkoholtupfer oder andere Wunddesinfektion
    • Tabletten, die man ab und zu braucht, z.B. Allergietabletten
    • Baldrian-Dragees zur leichten Beruhigung.
    • Johanniskraut-Kapseln, zur Aufmunterung wenn es gar so finster ist.
    • Allround-"Wundermittel", damit meine ich irgendwelche Tröpfchen, die man bei vielfältigen Wehwehchen lindernd einsetzen kann. Zuerst hatte ich Schwedenkräuter dafür im Visier, aber die sind recht agressiv und auch nicht für die innerliche Einnahme geeignet. Zur Zeit benutze ich Carmol, das ist eine Mischung aus verschiedenen ätherischen Ölen und Alkohol, die deutlich milder ist, als z.B. Japanisches Heilpflanzen-Öl. Man kann dieses Carmol innerlich bei Verdauungsbeschwerden und diversem Unwohlsein einnehmen. Äusserlich eignet es sich für Kopfschmerz-Linderung, Insektenstiche, blaue Flecken, Zahnschmerzen (wegen der enthaltenen Nelken), leichte Desinfektion von Wunden (wegen des Alkohols) usw.. Natürlich vollbringt es keine Wunder, sondern ist eher mild in der Wirkung, aber oft hilft es schon, wenn man überhaupt etwas zum Drauftupfen hat. Und das Beste an Carmol: Man bekommt es recht billig in Drogerien in kleinen 5ml-Fläschchen, die bequem in die Tasche passen.
    • Verbandschere
    • Dreiecktuch
    • Brandwunden-Verbände
    • Elastische Binde
    • Blasenpflaster
    • Rettungsfolie (gibts manchmal in Baumärkten in der Grabbelkiste, ca. 2 Euro)
    • Eine kleine Flasche Schnaps. Nicht zum Besaufen, sondern als Not-Desinfektionsmittel und gegebenenfalls als kleine Auflockerung in dunklen kalten Nächten (aber nur ein Schlückchen für jeden ;-) ).

  • Hygiene
    • Deotücher
    • Papiertaschentücher
    • Desinfektionstücher für Gegenstände, z.B. Klobrillen
    • Zahnbürste
    • Zahnpasta
    • Kamm
    • Rasierzeug
    • Kleine Flasche Flüssigseife
    • Minispiegel (dient auch als Signalspiegel)
    • Sonnenschutzmittel
    • Hautcreme
    • Feuchtes Toilettenpapier (kompakt und hochwirksam)

  • Werkzeuge
    • Taschenmesser, am besten ähnlich wie Schweizer Messer
    • Leatherman (Werkzeug mit Kombizange)
    • Multifunktions-Schraubenzieher, wenn man oft schrauben muss
    • Richtiges Messer
    • Taschenlampe (moderne LED-Lampen halten 10.000 Stunden pro Batteriefüllung)
    • Klappsäge
    • Schlauch, ca. 1 cm Durchmesser (z.B. fürs Umfüllen von Wasser)
    • Mehr Schnur
    • Draht
    • Schrauben

  • Essen und Trinken
    • Müsliriegel
    • Kekse
    • Mini-Salami
    • Brause-Tabletten
    • Kleine Flasche mit Getränk
    • Teebeutel
    • Portion Pulverkaffee
    • Kaffeeweisser
    • Zucker
    • Fertig-Suppe (z.B. Heisse Tasse oder Heisser Becher)
Die letzten Sachen auf der Essensliste machen natürlich nur Sinn, wenn man irgendeine Kochgelegenheit hat oder wenn man sehr heisses Wasser bekommen kann. Ansonsten reicht obige Liste natürlich nur für den kleinen Hunger zwischendurch. Um grösseren Essensbedarf geht es an anderer Stelle.

  • Verschiedenes
    • Kompass
    • Trillerpfeife (lauter als Hilferufe)
    • Not-Regenponcho (gibts ab ca. 1 Euro - aus Plastik, wie grosse Mülltüten)
    • Feuerzeug
    • Streichhölzer
    • Wasserfeste Streichhölzer
    • Teelicht
    • Notfallkocher (z.B. Esbit)
    • Metalltasse (u.a. zum Kochen)

  • Für schicke Stadt-Frauen
    • Schminkzeug
    • Abdeckstift
    • Ersatz-Feinstrumpfhose

Was man von all diesen Sachen in sein Survival-Kit packt, hängt einerseits vom verfügbaren Platz und andererseits von der Aufgabe des Survival-Kits ab. Will man bei normalen Unternehmungen in Ortsnähe oder in der Stadt für diverse kleine Unannehmlichkeiten gerüstet sein, oder will man sich jahrelang durch die Wildnis schlagen? Andere Einsatzzwecke können beispielsweise Reisen oder Wanderungen sein. Der Bedarf ist jeweils unterschiedlich.



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