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Flucht?

Viele Menschen, die sich mit dem Thema "Survival" beschäftigen, gehen wie selbstverständlich davon aus, dass irgendwann der Tag X ist, an dem sie ihre Siebensachen packen müssen, um zu fliehen.

Manche wissen schon, wohin sie dann fliehen, für andere ist das Ziel eher ein nebulöses "aufs Land".

Wenn man ein festes Fluchtziel hat und dort gut ausgestattet ist, weil man dort entweder Freunde hat, die einen erwarten, oder Haus und Gründstück, wo man sich dauerhaft niederlassen kann, dann ist es nur noch schwierig, wann man losfliehen soll und wie man den Weg zu seinem Fluchtziel bewältigen kann.

Wenn man jedoch kein festes Fluchtziel hat, sondern einfach nur glaubt, dass die Überlebenschancen irgendwo woanders besser sein könnten, dann denke ich (Eva) mir, dass man sich die Sache mit der Flucht noch mal gründlich überlegen sollte.

Wann fliehen?

Es gibt verschiedene Gründe, die eine Flucht sinnvoll oder unvermeidlich erscheinen lassen.

Akute Fluchtgründe

Da gibt es zunächst Notsituationen, in denen das eigene Zuhause vorübergehend oder dauerhaft unbewohnbar wird, das Problem aber nur regional begrenzt ist (d.h. woanders ist die Welt noch in Ordnung).
  • Überschwemmung
  • Atomunfall in der Nähe
  • Erdbeben
  • Vulkanausbruch
  • Chemieunfall
  • Waldbrand
  • ...
In solchen Fällen ist es meistens unerlässlich, sein Zuhause zu verlassen und in eine Gegend zu fliehen, die von dem Problem nicht betroffen ist.

Von der Stadt aufs Land

Dann gibt es Notsituationen, die grossräumiger sind, und möglicherweise eine Flucht von der Stadt aufs Land nahelegen.

Falls eine Stadt im Krieg bombardiert oder von feindlichen Truppen erobert wird, macht es Sinn, diese Stadt zu verlassen und sich woanders niederzulassen, entweder dauerhaft oder solange, bis das Leben in der Stadt wieder erfreulich wird.

In der Praxis sollte man jedoch berücksichtigen, dass die Geschichte und die Gegenwart lehren, dass Flucht meistens vom Land in die Stadt stattfindet. Denn in der Stadt gibt es meistens eine bessere Infrastruktur auch für Notfälle. Dort gibt es Armenspeisungen, Notunterkünfte, medizinische Versorgung und dergleichen mehr.

Auf dem Land ist man jedoch normalerweise völlig auf sich selbst angewiesen. Auch Nahrungsmittel sind dort mitnichten frei verfügbar und auch nur in der Erntezeit reichlich vorhanden. Die ländliche Bevölkerung ist fremden Stadtmenschen gegenüber meistens nicht besonders aufgeschlossen, sondern empfindet sie eher als störende Fremdkörper.

Man kann also nicht erwarten, dass man in Notzeiten auf dem Land mit offenen Armen empfangen wird und sogleich mit der Ernte der reichgefüllten Felder beginnen kann. Selbst wenn man dort nicht vertrieben wird, ist das Landleben, vor allem in Notzeiten, extrem hart und für einen ungeübten Stadtmenschen kaum schaffbar.

Von der Idee, bei Ausbruch von Notzeiten einfach so aufs Land zu fliehen, in der Hoffnung, dass dort die Welt in Ordnung ist, halte ich persönlich überhaupt nichts. Eher rennt man auf diese Weise in den eigenen Tod.

Wenn man mit dem Landleben liebäugelt, halte ich eher für sinnvoll, schon jetzt eine Möglichkeit zu finden, aufs Land zu ziehen. Denn dann kann man, zumindest im dortigen Garten, schon mal üben, was das Landleben bedeutet und sich auch mit den benachbarten Bauern anfreunden. Auf dem Land gibt es zwar weniger Jobs und auch die Infrastruktur ist weniger komfortabel, aber diese Aspekte werden in einer Notsituation nicht automatisch besser, ganz im Gegenteil.

Fluchtwege

Für eine eventuell notwendige Flucht sollte man sich schon im Vorfeld überlegen, mit welchen Verkehrsmitteln man fliehen kann und welche Wege man benutzen kann. Die Hauptverkehrsstrassen werden im Ernstfall, wenn alle fliehen wollen, wahrscheinlich verstopft sein, sodass man dort nicht weiterkommt.

Lerne also die Nebenstrassen kennen!

Transportmittel

Auto

Für die Flucht mit dem Auto gilt: Tanke immer schon bei halber Tankfüllung!

Nur wenn du genug Treibstoff in deinem Auto hast, ist es als Fluchtfahrzeug sinnvoll, denn unterwegs gibt es wahrscheinlich keine Möglichkeit nachzutanken.

Fahrrad

Ein Fahrrad hat auf der Flucht den Vorteil, dass es schmal ist und an Staus vorbeifahren kann.

Ausserdem braucht es keinen Treibstoff, ausser Nahrung für den Fahrenden.

Nachteilig ist, dass man weniger Gepäck mitnehmen kann als mit dem Auto, aber immer noch mehr als zu Fuss. Und natürlich ist man auch langsamer als ein flott fahrendes Auto, aber immerhin deutlich schneller als ein Auto, das im Stau steckt.

Zu Fuss

Oft bleibt einem gar nichts anderen übrig, als zu Fuss zu fliehen.

Für diesen Fall ist es gut, wenn man körperlich einigermassen trainiert ist und über bequemes Schuhwerk verfügt.

Wenn man Glück im Unglück hat, hilft ein Handwagen, das Gepäck zu transportieren. Falls nicht, kann man nur mitnehmen, was man auch tragen kann.

Siehe auch:



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