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Survival - Prioritäten setzen

Survival heisst "Überleben", wie die meisten durchaus wissen.

Für manche bedeutet Survival "Überleben in der Wildnis" als spannendes Freizeit-Abenteuer.

Für andere bedeutet Survival "Überleben in Krisenzeiten". Vor allem dieser Art des Survivals sind diese Webseiten gewidmet.

Das Thema ist jedoch sehr komplex und unübersichtlich.

So unübersichtlich, dass manch ein Survivalist durch seine Überlebens-Bemühungen seine Chancen zu Überleben sogar eher schmälert anstatt sie zu verbessern.

Wie bei allen komplexen Themen gilt es auch beim Survival, die richtigen Prioritäten zu setzen.

Dem Erkennen dieser Prioritäten dient dieser Artikel.

Ich gebe hierzu meine persönliche Ansicht wieder. Für Andere mögen die Prioritäten ganz anders aussehen.

Der folgende Text ist also nur als Anregung zum Selber-Nachdenken gedacht.

Survival bedeutet nämlich auch, selbst für sein Leben Verantwortung übernehmen. Daher kann dir niemand die Entscheidungen abnehmen.

Worauf vorbereiten?

Bevor man sich auf schlechte Zeiten vorbereiten kann, muss man erst einmal erörtern, mit welcher Art von schlechten Zeiten man rechnet.

Es ist kaum möglich, sich auf alle denkbaren Eventualitäten optimal vorzubereiten, es sei denn man ist vielfacher Multimillionär.

Man könnte natürlich auch sehr genügsam sein und sich allen Situationen mit einem einfachen Taschenmesser stellen. Dann ist man in der eigenen Vorstellung durchaus gut vorbereitet, aber dann braucht man eigentlich auch diese Webseiten nicht. Daher gehe ich auf diese puristische Form der Vorbereitung hier nicht weiter ein.

Meine Überlegungen richten sich an Diejenigen, deren Budget überschaubar ist und die sich daher gründlich überlegen müssen, in welche Richtung sie investieren.

Daher zunächst die Frage: Worauf bereiten wir uns am besten vor?

Auf den Einschlag eines Meteoriten? Den grossen Weltkrieg? Prophezeite multiple Ungemache? Die nächste Überschwemmung? Oder auf Altersarmut?

Wahrscheinlichkeiten abschätzen

Hier gilt es, die Wahrscheinlichkeiten abzuschätzen, mit denen ein Krisen-Ereignis eintritt.

Nehmen wir als Beispiel den weltverheerenden Meteoriten-Einschlag.

Die Vorbereitung auf einen solchen Meteoriten-Einschlag ist enorm aufwendig, weil man sich unter anderem für mehrere Jahre mit Vorräten eindecken muss.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein sehr grosser Meteorit zu unseren Lebzeiten auf der Erde einschlägt, ist jedoch ziemlich gering. Zwar kann solch ein Meteoriten-Einschlag passieren, wie unter anderem schon vor 65 Millionen Jahren. Aber dass sich diese Katastrophe ausgerechnet in den nächsten Jahrzehnten wiederholt, ist äusserst unwahrscheinlich.

Am anderen Ende der Wahrscheinlichkeits-Skala sind Alters-Krankheiten. Ausser wenn man frühzeitig oder überraschend stirbt, muss jeder von uns mit Krankheiten im Alter rechnen.

Die meisten sind zwar krankenversichert, aber ein guter Schutz vor Krankheit ist diese Versicherung nicht.

Insgesamt halte ich es für wichtig, sich in erster Linie auf die wahrscheinlichen Probleme vorzubereiten.

Wenn darüberhinaus noch Kraft und Mittel vorhanden sind, kann man sich auch auf die unwahrscheinlicheren Probleme vorbereiten.

Wahrscheinliche Probleme für Jedermann

Einige Probleme bedrohen nahezu jeden im Laufe seines Lebens.

Auch hierbei sind die Wahrscheinlichkeiten unterschiedlich hoch; von Mensch zu Mensch verschieden hoch.

Folgende Probleme stehen auf der Wahrscheinlichkeitsskala besonders weit oben:

  • Krankheiten
  • Alter
  • Altersarmut
  • Arbeitslosigkeit
Diese Gefahren sind sogar so verbreitet, dass sie in Survival-Kreisen gerne übersehen werden, weil so so profan und alltäglich sind.

Doch was nützt es, genug Getreide für einen mehrjährigen atomaren Winter im Keller zu haben, wenn man vor lauter Übergewicht kaum noch laufen kann?

Andere Probleme sind liegen zur Zeit in der Luft und können uns in den nächsten Jahrzehnten mit hoher Wahrscheinlichkeit bedrohen.

Das sind beispielsweise:

  • Peak-Oil
  • Rohstoffmangel
  • Wassermangel
  • Hungersnöte
  • Klimawandel
  • Überalterung
  • Automatisierung
  • Wirtschaftskrisen
  • Weltweite Seuchen
Allein die Vorbereitung auf diese wahrscheinlichen Krisen ist so aufwendig, dass die Meisten damit schon mehr als voll ausgelastet sind.

Wahrscheinliche Probleme für manche Menschen

Zu den wahrscheinlichen Problemen für Jedermann kommen für viele Menschen noch spezielle Bedrohungen hinzu.

Diese Bedrohungen können von Mensch zu Mensch und von Gegend zu Gegend unterschiedlich sein.

In Fluss- und Meeresnähe drohen beispielsweise Überschwemmungen, in anderen Gegenden Dürren und wieder woanders Erdbeben und Vulkanausbrüche.

Woanders sind die Menschen das Hauptproblem, es drohen Kriege oder Ausschreitungen.

Hier eine Liste mit Beispielen für lokale Bedrohungen:

  • Überschwemmungen
  • Dürren
  • Hurricane
  • Schneekatastrophen
  • Hitzewellen
  • Erdbeben
  • Vulkanausbrüche
  • Kernkraft-Gaus
  • Lokale Kriege
  • Ausschreitungen
  • Behördenwillkür
Je nach Gegend und persönlicher Situation muss man sich also auf unterschiedliche Bedrohungen vorbereiten.

Insgesamt ergibt sich daraus eine Fülle von potentiellen Problemen, auf die man sich vorbereiten möchte.

Selbst bei diesen wahrscheinlichen Szenarios gibt es schon eine Menge zu tun; mehr als für die meisten möglich ist.

Umso wichtiger, dass man die richtigen Prioritäten setzt.

Prioritäten bei der Vorbereitung

Ein kleiner Vorrat ist schnell angeschafft und in vielen Situationen nützlich. Auch ein Fluchtrucksack ist relativ einfach zu packen und sehr praktisch, falls man mal schnell aufbrechen müsste.

Aber was kann man darüberhinaus zur Vorbereitung auf schlechte Zeiten tun?

Der grösste Vorrat hilft nicht gegen Krankheiten im Alter und auch die schickste Wildnis-Ausrüstung bewahrt einen nicht vor Arbeitslosigkeit.

Bei besonders ausgiebiger Beschäftigung mit eventuellen Krisenszenarien kann es sogar passieren, dass man seine Arbeit vernachlässigt und infolgedessen arbeitslos wird. Oder man sitzt den ganzen Tag voller Zukunftsangst vor dem Computer, treibt keinen Sport mehr, isst immerzu Dosennahrung, um den Vorrat zu rotieren und wird dadurch dick und krank.

Auch wenn man sein ganzes Geld für Outdoor-Gadgets ausgibt, um in den wilden deutschen Wäldern besser überleben zu können, hat man nichts mehr übrig, um eventuelle Schulden zu tilgen.

Die intensive Beschäftigung mit dem Thema Survival verhilft einem also nicht automatisch zu besseren Überlebenschancen, sondern kann im Einzelfall sogar schädlich sein.

Daher sollte man genau abwägen, welche Art der Vorbereitung für den eigenen Bedarf am sinnvollsten ist.

Vorbereitung erfordert oft Geld

Wenn man sich eine Weile mit Survival-Vorbereitung beschäftigt, stösst man immer wieder darauf, dass viele Massanhmen zur Vorbereitung eine Menge Geld kosten.

Ein Selbstversorger-Hof auf dem Lande kostet Geld, Solarzellen und Blockheizkraftwerke für die eigene Stromversorgung kosten Geld, und sogar ein gutes Fahrrad kostet Geld.

Letzlich hilft viel Geld auch gegen Altersarmut und viele schwere Krankheiten werden mit Geld heilbar, wenn man sich damit teure Operationen oder Medikamente leisten kann.

An jeder Ecke stösst man also auf die Nützlichkeit von ausreichend Geld.

Daher halte ich es für wichtig, dass man sich dem Gelderwerb widmet, sofern man dazu die Möglichkeit hat.

Leider habe ich auch kein Patentrezept zur Hand, wie man am einfachsten zu Geld kommt. Es hängt auch von den persönlichen Fähigkeiten ab, wie man sein Geld am besten vermehren kann.

Von tollen Anlagetipps und ultimativen Verkäuferkarrieren in Strukturvertrieben halte ich jedoch gar nichts. Meistens enden solche Experimente mit viel Verdruss und massiven Schulden.

Einige Vorbereitungs-Tipps

Hier folgen jetzt einige Tipps zur Vorbereitung, die ich selbst für sinnvoll halte.

Diese Tipps mögen nicht für jeden geeignet sein. Vor allem bei speziellen lokalen Gefahren, wie beispielsweise Überschwemmungsgefahr, braucht man zusätzliche Vorbereitungsmassnahmen (z.B. ein Schlauchboot).

Jeder sollte sich also selbst Gedanken machen, welche Vorbereitungsmassnahmen das eigene Überleben am besten fördern.

Hier nun also meine Prioritäten-Liste:

  • Vorrat für 2 Wochen bis 3 Monate
  • Rucksack packen und griffbereit haben
  • Regelmässige körperliche Bewegung (Sport)
  • Übergewicht abbauen
  • Ausgewogen ernähren
  • Medizinisches Wissen lernen
  • Eigene Gesundheit optimieren
  • Gärtnern lernen
  • Fixkosten minimieren
  • Eventuelle Schulden abbauen
  • Vermögen aufbauen
  • Wissen und Fähigkeiten erwerben
  • Berufliche Fähigkeiten ausbauen



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