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Polsprung

Immer wieder wird an den verschiedensten Stellen von Polsprüngen geschrieben. und daher riet mir meine innere Stimme, mich mal gründlicher damit auseinanderzusetzen.

Den Anfang dazu habe ich gemacht und mich mal diesbezüglich durch das Web gewühlt. eine Erkenntnisse will ich hier mal zusammenfassen, damit mein Streifzug auch anderen zugute kommen kann.

Zwei Arten von Polsprung

Das wichtigste beim Thema Polsprung scheint mir zu sein, dass es generell zwei verschiedene Typen von Polsprung gibt und wenn man die gedanklich vermischt, kommt man schnell völlig durcheinander.

Die zwei Arten von Polsprung hängen damit zusammen, dass es eigentlich auch zwei Arten von Polen gibt.

  • Magnetische Pole
  • Pole der Rotationsachse (Geographische Pole)
Wie bestimmt jeder in der Schule gelernt hat, liegen diese beiden Pol-Arten nicht an der gleichen Stelle.

Der magnetische Nord-Pol liegt recht weit vom Rotations-Nordpol entfernt (in Nordkanada) und wandert ständig.

Genauso, wie es zwei unterschiedliche Arten von Polen gibt, gibt es auch zwei unterschiedliche Arten von Polsprung mit gewaltigen Unterschieden in der Wirkung und Plausibilität.

Magnetischer Polsprung

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass das Erd-Magnetfeld (Van-Allen-Gürtel) nicht stabil ist, sondern ständig in seiner Intensität schwankt und sich ab und zu auch umkehrt.

Einen solchen Austausch der magnetischen Pole nennt man im deutschsprachigen Raum "Polsprung"; um ihn vom geographischen Polsprung der Esoteriker zu unterscheiden auch "magnetischer Polsprung". Im englischsprachigen Raum spricht man von "Polarity Reversal" (zum Suchen per Google).

Magnetisierung des Meeresbodens

Erforschung der magnetischen Polsprünge

Anhand von Lavaströmen und anderen geologischen Studien wurde ein immer wiederkehrender Auf- und Abbau des Magentfeldes, bis hin zum fast völligen Erliegen des Magnetfeldes und Austausch der magnetischen Richtung nachgewiesen.

Im Durchschnitt dauern die Zyklen wohl 200.000 Jahre, aber die Abstände zwischen den Polsprüngen sind unregelmässig. Der letzte magnetische Polsprung liegt etwa 740.000 Jahre zurück.

Auf obiger Abbildung kann man sehen, wie das Magnetfeld sich immer wieder allmählich abschwächt, fast zum Erliegen kommt und sich dann relativ schnell wieder aufbaut. (Die Zeitskala bei der Grafik ist umgekehrt, also je älter, desto weiter rechts.)

Die Schätzungen zur Zeit, die für den Wiederaufbau des Magnetfeldes gebraucht wird, liegt bei 100 bis 1000 Jahren. Die gesamte Zeit, in der das Magnetfeld so abgeschwächt ist, dass Sonnenstürme uns weitgehend ungehindert treffen können, liegt bei etwa 5000 Jahren.

Hinweise auf einen baldigen magnetischen Polsprung

Erst kürzlich wurden bei einem Meeting in Los Angelos neue Tatsachen über das Erdmagnetfeld bekannt, die einen baldigen Polsprung befürchten lassen.

Bekannt ist, dass das Erdmagnetfeld seit etwa 1000 Jahren schwächer wird. Seit 150 Jahre hat sich diese Entwicklung beschleunigt. Dies berichtete Robert Coe von der University of California ( http://www.es.ucsc.edu/personnel/Coe/ ).

Robert Coe entdeckte auch, dass drastische Änderungen im Erdmagnetfeld auch sehr schnell und plötzlich passieren können. Dies ist eine eher neue Erkenntnis, weil man bisher eher von langsamen Wechseln ausging.

Das Geoforschungszentrum Potsdam (GFZ) berichtet, dass die Stärke des Magnetfeldes seit 1979 um 1,7 Prozent abgenommen hat. Über dem Südatlantik beträgt der Schwund sogar zehn Prozent.

Wie unter Erd-Magnetfeld beschrieben wird, bildet sich das Magnetfeld durch Rotation des flüssigen Eisens im Erdinnern. Wenn diese Rotation aufhören würde, würde das Erdmagnetfeld nachlassen.

Zur Zeit schwächt sich das Erdmagnetfeld jedoch noch 10 bis 100 mal schneller ab, als wenn der "Erd-Dynamo" abgeschaltet wäre. Es muss also Gegenströmungen geben, die gegen das Magnetfeld anarbeiten.

Satellitendaten zeigen, dass es manche Gegenden auf der Erde gibt, wo sich die Magnetrichtung jetzt schon umgekehrt hat. Der Kompass zeigt in die verkehrte Richtung. Diese Gegenden könnten mit den vermuteten Gegenströmungen im Erdinnern zusammenhängen.

Diese magnetisch umgepolten Gegenden haben sich in den letzten 20 Jahren ausgeweitet, berichtet der Geophysiker Gauthier Hulot aus Paris.

Grosse umgepolte "Löcher" gibt es beispielsweise im Südatlantik. Wenn Raumschiffe oder Flugzeuge diese Gegend überfliegen, erhalten die Passagiere eine stark überdurchschnittliche Strahlungsdosis.

Darstellung der aktuellen Abschwächung des Magnetfeldes

Magnetfeld-Abschwächung

Auf obigen Bild sieht man heutige Strahlungs-Messungen eines Satelliten, der die Erde in 800 km Entfernung umkreist. Das Viereck markiert den Punkt, wo er heute angefangen hat und das Dreick, den Punkt der letzten Messung.

Gemessen wird die Strahlungssteigerung im Vergleich zum Vorjahr. Aus der Strahlungsstärke kann man Rückschlüsse auf die Stärke des Erd-Magnetfeld ziehen, denn dort, wo das Magnetfeld schwach ist, erreicht mehr Strahlung die Erde.

Rote Stellen zeigen an, dass an dieser Stelle die Strahlung im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegen und das Magnetfeld somit schwächer geworden ist. An blauen und weissen Stellen ist die Strahlung gesunken, bzw. das Magnetfeld stärker geworden.

Am 12. Januar 2004, als ich diese Seite hier begonnen habe, konnte man deutlich eine Art "Loch" zwischen Südamerika und Afrika sehen. Hier ein Bild vom 12.1.2004:

Auswirkungen eines magnetischen Polsprungs

Uneinig sind sich die verschiedenen Autoren jedoch in der Wirkung, die ein solcher magnetischer Polsprung auf uns Menschen und die Erde haben könnte.

In der Phase eines Polsprungs, der sich über viele Jahre hinziehen kann, bis das Magnetfeld sich wieder stabilisiert hat, gibt es kein oder nur ein unruhiges schwaches Magnetfeld, das immer wieder in sich zusammenfällt.

Stärkere Sonnenstürme

Klar ist, dass ein fehlendes Magnetfeld Sonnenstürme weitgehend ungehindert auf die Erde prallen lassen würde. Das würde ein erhöhtes Aufkommen an Strahlung bedeuten und somit wahrscheinlich mehr Krebs und Mutanten. Ausserdem würden die Satelliten in der Erdumlaufbahn, aber auch die Strom- und Funknetze auf der Erde leiden. Im Extremfall könnte es vielleicht ähnliche Folgen wie ein EMP-Schlag haben.

Wir müssen also mit folgenden Erscheinungen rechnen:

  • Satelliten fallen aus
  • Stromnetze brechen zusammen
  • Funk, Radio, Fernsehn bricht zusammen
  • Pipelines werden zu gefährlichen Stromleitern
  • Fluggäste werden verstrahlt
  • Verstärkte Strahlung auf der Erdoberfläche
  • Erhöhte Krebsraten
  • Erhöhte Mutationsraten
  • und natürlich: Polarlichter
Wissenschaftler der NASA behaupten, dass die Erdatmosphäre möglicherweise versengt werden würde, wenn es dauerhaft kein Magnetfeld gibt: http://science.nasa.gov/ssl/pad/sppb/edu/magnetosphere/mag4.html Das belegen sie anhand von Venus und Mars, die beide kaum ein Magnetfeld haben. Ein Versengen der Erdatmosphäre wäre aber wohl nur bei einem dauerhaften Fehlen des Erdmagnetfeldes zu befürchten, denn die Erde hat ja schon mehrere magnetische Polsprünge überstanden.

Auswirkungen auf die Tierwelt

Erhebliche Probleme gibt es auch für Zugtiere, die sich am Magnetfeld orientieren.

Das sind einerseits die Zugvögel, die zu ihren Sommer- und Winterquartieren fliegen. Andererseits sind beispielsweise Wale davon betroffen, die sich auf ihren Wanderungen am Erdmagnetfeld orientieren. Man müsste wohl mit einem grossen Walsterben rechnen.

Auswirkungen auf den Menschen

Die meisten Wissenschaftler sehen für einen Fall eines magnetischen Polsprungs keine direkten Auswirkungen auf den Menschen.

Manche Autoren schreiben jedoch von Auswirkungen auf die Psyche, die ein Fehlen des Magnetfeldes haben könnte. Dazu wird von russischen Astronauten berichtet, die bei frühen Raumflügen verrückt wurden und die deshalb jetzt tragbare Magnetfeld-Generatoren mit sich führen würden. Der Schweregrad bei den Berichten geht von unheilbar verrückt bis hin zu leicht desorientiert. Die Seriösität dieser Quellen ist mir unklar.

Anscheinend wurden auch auf der Erde Studien mit fehlenden Magnetfeldern bei Mäusen und Menschen gemacht.

Den Mäusen ging es wohl schlecht, aber die Menschen war nur in der optischen Schnellerkennung etwas beeinträchtigt. Man weiss also nix Genaues. Aber ich denke mir, dass auch ein leichtes Verrückterwerden der Menschheit problematisch sein könnte, denn die Menschheit ist ja eh schon auf der Kippe (meiner Meinung nach).

Und dann sind da noch etliche Autoren, die einen spirituellen Dimensionssprung erwarten, wenn sich die magnetischen Pole umkehren.

Verstärkte Erdbeben?

Möglicherweise könnte ein magnetischer Polsprung vielleicht auch Erdbeben und Vulkanausbrüche triggern.

Einige Forschungsergebnisse von Robert Coe deuten nämlich darauf hin, dass die Intensität der Plattentektonik von der Eisen-Rotation im Erdinnern abhängen könnte. Das könnte verstärkte Erdbeben und Vulkanausbrüche zur Folge haben.

Polarlichter

Freuen können wir uns bei erlahmendem Magnetfeld wohl mit Sicherheit auf vermehrte Polarlichter in mittleren Breiten, was ja jetzt schon öfters vorkommt.

Fazit

Ein magnetischer Polsprung ist also recht wahrscheinlich, wenn man auch nicht weiss, wann es soweit ist.

Die Folgen wären wohl eher nicht sehr spektakulär, aber ich denke, es könnte durchaus Probleme deswegen geben.

Auswirkungen von Sonnenstürmen, wenn der Schutz des Magnetfeldes fehlt

Sonnenstürme und ihre Folgen

Danke für die Bilder an die NASA

Geographischer Polsprung - Polsprung der Rotations-Achse

Seiten über Polsprünge vom Rotations-Achsen-Typ gibt es vor allem im englischsprachigen Raum in unüberblickbarer Vielzahl. Meistens sind es Seiten, die sich ansonsten mit Prophezeihungen beschäftigen, allen voran Cayce, aber auch diverse Ausserirdische, z.B. Zeta mischen fleissig mit.

Bei diesem Polsprung-Typus geht es darum, dass sich etwas am Rotationsachsen-Pol verändert. Das heisst soviel, dass sich am Kreisel Erde etwas ändert, völlig unabhängig vom Magnetfeld.

Die erwarteten Polsprünge reichen von Veränderungen um 1 Grad, über Äquator-wird-Nordpol, bis hin zur Umkehrung von Norden und Süden.

Diejenigen, die sich viel Mühe mit ihren Recherchen geben, gehen bei diesem Polsprung-Typ eher von kleinen Verschiebungen aus (1 Grad bei Huttoncommentaries). Grössere Umkippungen werden eher in Visionen gesehen. Und bei den Komplett-Umkehrern hatte ich den Eindruck, dass sie den Unterschied zwischen mangetischem und Rotations-Polsprung nicht verstanden haben.

Gründliche Untersucher des Rotations-Polsprung unterschieden hier sogar noch mehr Unter-Typen, was durchaus Sinn macht, wenn man sich die Erklärungen durchliest (Hutton-Commentaries mit Bildern). http://www.huttoncommentaries.com/PSResearch/Strain/SmallPoleShift.htm

Da gibt es einerseits eine Kippung der Rotations-Achse, nennen wir sie Achsen-Kippung.

Die Rotations-Achse der Erde steht ja im Verhältnis zum Sonnensystem mit ca. 23 Grad schräg im Raum. Dadurch dass die Erde sich schon solange im Kreis dreht, ist die leicht abgeflacht, d.h. an den Polen ist der Durchmesser kleiner, als in Äquator-Höhe. Das macht die Erde zu einem Kreisel und Kreisel kann man nur sehr schwer aus ihrer Rotations-Achse bringen. Physikalisch betrachtet, ist es mit bekannten Kräften kaum möglich, die Neigung der Achse der Erde zu verändern.

So eine Achsen-Kippung hätte aber möglicherweise gar nicht so arg schreckliche Folgen, weil die Erde für sich betrachtet so bleibt wie sie ist. Nur ihre Neigung im Verhältnis zum Weltraum würde sich ändern. Das könnte natürlich veränderte Jahreszeiten zur Folge haben, möglicherweise auch recht extrem.

Die andere Theorie geht von einem Verrutschen des Erdmantels über den Erdkern aus, der sogenannten Mantle-Slip.

Der Erdkern würde sich weiter drehen, wie bisher (wegen der Kreiselträgheit), aber der Mantel der Erde würde um ein mehr oder weniger grosses Stück darüber hinwegrutschen. Dass das gehen könnte, leuchtet irgendwie ein, denn die Materie im Inneren der Erde ist ja weitgehend flüssig und könnte locker als eine Art Schmiermittel dienen. Man muss sich nur mal die Haut über den Fingerknöcheln verschieben, um zu verstehen, wie es gemeint ist.

Problematisch bei dieser Theorie ist jedoch die Frage, "was kann so einen Mantle-Slip verursachen?". Denn auch hierfür bräuchte es gewaltige Kräfte, wenn auch nicht ganz soviel, wie bei der Achsen-Kippung.

Da haben etliche Esoteriker flugs einen geheimnisvollen Wander-Planeten "entdeckt", der vor uns natürlich von den Regierungen geheimgehalten wird, um Panik zu verhindern. Wenn ein grosser Planet nahe an der Erde vorbeiwandert, könnten die Kräfte tatsächlich eventuell ausreichen, um den Mantel der Erde über den Erdkern zu verschieben. Dieser Planet wurde von den meisten zwischen 2000 und Mai 2003 erwartet. Anscheinend hat er sich verspätet, wie soviele potentielle Katastrophen ;-)

Aber 2012 wäre auch kein schlechter Termin für Planet X, weil das gut zum Maya-Kalender passt.

Die Folgen eines Mantle-Slips wären verheerend, selbst bei Verschiebungen von nur 1 Grad.

Denn dadurch dass der Erdmantel über den Kern rutscht, wäre das quasi Extrem-Plattentektonik.

Eine Riesenkaskade von Erdbeben und Vulkanausbrüchen wäre das Mindeste was man erwarten muss. Auch Flutwellen ungeahnten Ausmasses und sehr viel Land-Unter wären an der Tagesordnung.

Diese potentiellen Folgen machen den Mantle-Slip für Esoteriker so interessant, denn es ist fast die einzige denkbare Ursache für die umfangreichen Serien von Naturkatastrophen, die von so vielen Sehern berichtet werden.

Auf wissenschaftlichen Seiten habe ich bisher keine Erwähnung eines potentiell möglichen Mantle-Slips entdeckt. Im Gegensatz zu den magnetischen Polsprüngen gibt es wohl auch keine Erkenntnisse über Mantle-Slips in der Erdvergangenheit.



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