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Bausünden als Verstärker für Überschwemmungen

Hochwasser durch extreme Wetterereignisse gab es schon immer, aber die Schäden nehmen zu, weil die Menschen einiges dazu beitragen, dass natürlich vorkommendes Hochwasser sich stärker auswirken kann.

Bauen in Überschwemmungsgebieten

Durch die Zersiedelung wird in immer mehr Gegenden gebaut, die traditionell zu Überschwemmungen neigen.

Oder es werden Keller gebaut, wo man früher aufgrund von regelmässigen Hochwassern auf Keller verzichtet hat.

Bevor man ein Haus baut oder kauft, sollte man sich informieren, ob es in einer Überschwemmungszone liegt.

Versiegelung von Bodenflächen

Dort wo früher Regenwasser versickern konnte, weil dort bewachsene Erde vorherrschte, erstrecken sich jetzt oft Beton- oder Asphaltflächen.

Nach wochenlangem Regen, wenn die Böden schon gesättigt sind, macht dieser Umstand keinen grossen Unterschied.

Aber bei starken Regenfällen nach einer Trockenperiode spielt es eine grosse Rolle, ob das Regenwasser oder Überflutungswasser im Erdreich versickert oder ob es dank versiegelter Oberflächen versucht in den nächsten Gulli zu fliessen, oder, wenn dieser voll oder verstopft ist, die Keller füllt und anschliessend den Weg zum nächsten Fluss einschlägt.

Wenn man sein Haus vor direkter Überflutung durch starke Regenfälle schützen will, sollte man im Gartenbereich ausreichend Fläche zum Versickern des Wassers belassen.

Begradigung der Flüsse

Um Flüsse schiffbar zu machen, aber auch, um sich vor Hochwassern zu schützen, wurden viele Flüsse begradigt und eingedeicht.

Vor Ort schützen diese Massnahmen tatsächlich oft vor regelmässigen Überflutungen, aber die Menschen, die flussabwärts wohnen haben dann unter verstärkten Wasserproblemen zu leiden.

Denn in begradigten Flüssen fliesst das Wasser schneller und Hochwasserspitzen pflanzen sich eher den ganzen Flusslauf entlang fort.

Bei den früheren, gewundenen Flussläufen hatte das Wasser reichlich Platz um in die Auwälder am Ufer der Flüsse auszuweichen und diese zeitweise zu überschwemmen. Das pufferte Hochwasserspitzen aus den Gebirgen.

Heutzutage werden mancherorts künstliche Polder angelegt, um wieder Überflutungsflächen zu haben, die Hochwasser zeitweise aufnehmen können.

Diese Polder-Massnahmen stossen vor Ort jedoch oft auf massiven Widerstand der Bevölkerung, weil diese sich daran gewöhnt hat, die betroffenen Flächen zu nutzen.

Vernachlässigung von Hochwasserdämmen

Dort wo Deiche und Dämme nötig sind, um vor Hochwasser zu schützen, fehlt oft das Geld, um sie zu warten oder bei Bedarf zu erhöhen.

Dadurch kommt es vielerorts zu Deichbrüchen, wenn ein besonders starken Hochwasser gegen die betroffenen Deiche drückt.

Diese Problematik wird durch wirtschaftlich schlechte Zeiten noch verstärkt, weil das verfügbare Geld für den aktuellen Bedarf ausgegeben wird.

Absinken der Orte durch Auspumpen

In hochwassergefährdeten Gegenden, die regelmässig ausgepumpt werden, zieht sich das Erdreich zusammen und der betroffene Ort sinkt immer weiter ab.

Dieses Problem bestand beispielsweise auch in New Orleans, wodurch die Stadt immer mehr unter den Meeresspiegel absank.



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