| Damm |
Ort |
Bruch Datum |
Info |
| Uruk |
Babylonien |
3000 v. Chr. |
Der Bewässerungsdamm wurde vermutlich von Feinden zerstört
und fügte dem Gemeinwesen langfristige Schäden zu (die Aufzeichnungen brechen ab). |
| Sadd-el-Kafara |
bei Kairo, Ägypten |
2600 v. Chr. |
Diese Talsperre wurde aufgrund des Bruchs durch Hochwasser nie vollendet.
Die Reste sind teilweise noch erhalten |
| Puentes |
Spanien |
1802 |
Der Damm war teilweise mittels Pfählen auf Erde gegründet.
Bei der ersten starken Füllung des Stausees versagte diese Gründung
und ein Loch entstand in der Staumauer. Etwa 600 Menschen starben. |
| Dale-Dyke |
Sheffield, England |
1864 |
Bei der ersten vollständigen Füllung des Stausees gab es ein Unwetter
und das Wasser spritzte über die Dammkrone.
Dann entstand ein Riss auf der Luftseite, der sich schnell vergrösserte
und den Damm brechen liess.
Eine Flutwelle ergoss sich ins Tal und zerstörte die Stadt Sheffield.
Über 250 Menschen fanden den Tod und 800 Häuser wurden zerstört. |
| Irukaike |
Japan |
1868 |
Der Staudamm war ein Erddamm mit 27 m Höhe und 700 m Breite.
Bei einem Hochwasser wurde er überschwemmt und brach.
Über 1000 Menschen starben. |
| South-Fork |
Pennsylv., USA |
1889 |
Nach starken Regenfällen versagte der Staudamm und die Wassermassen rasten ins Tal.
Etwa 2.200 Menschen starben in den Fluten. |
| Tigra |
Madhya Pradesh, Indien |
1917 |
Die Staumauer brach bei der ersten Füllung, wahrscheinlich wegen Überflutung.
Über 1000 Menschen starben. |
| Möhne |
Deutschland |
1943 |
Die Staumauer wurde im Krieg von den Briten bombardiert.
Es gab etwa 1600 Tote, vor allem viele britische Kriegsgefangene, die unterhalb des Stausees interniert waren. |
| Subansiri |
Indien |
1950 |
Der Damm des Subansiri-Flusses war durch einen Erdrutsch infolge eines Erdbebens der Stärke 8,6 entstanden.
Er war also kein beabsichtigter durch Menschen gebauter Staudamm, sondern ein Naturereignis.
Acht Tage nach dem beben überströmte das Wasser den Damm und zerstörte ihn.
Die 7 m hohe Flutwelle tötete über 500 Menschen. |
| Malpasset |
Frankreich |
1959 |
In der Nähe des Untergrundes der Staumauer gab es eine tektonische Kluft,
die zur Instabilität der Staumauer führt. Knackgeräusche wurden nicht weiter beachtet.
Dann brach die Staumauer bei besonders hoher Füllung plötzlich vollständig zusammen.
Dies ist eine der eher seltenen Dammbrüche einer Bogenstaumauer.
Wahrscheinlich starben über 400 Menschen. |
| L'Oros |
Brasilien |
1960 |
Während der Bauarbeiten am Staudamm kam es zu Hochwasser und der Damm brach.
Die Flutwelle tötete über 1000 Menschen.
100.000 Menschen konnten dank Vorwarnung jedoch gerettet werden. |
| Banqiao und andere |
Henan, China |
1975 |
Beim Bau der Staudämme war mit Material gegeizt worden.
Die Warnungen von Fachleuten wurden ignoriert.
Bei einem schweren Taifun brach zuerst der Shimantan-Staudamm.
Dessen Wasser ergoss sich in den See des Banqiao-Staudamms,
der infolgedessen auch brach. Anschliessend brachen 62 weitere Staudämme kaskadenartig.
Etwa 85.000 Menschen starben direkt, 145.000 weitere durch anschliessende Seuchen und Hunger. |
| Machhu II |
Indien |
1979 |
Durch schwere Regenfälle brach die Staumauer, die den Wassermassen nicht gewachsen war.
Etwa 2500 Menschen starben. |
| Shadi-Kor |
Pakistan |
2005 |
Nach einwöchigen heftigen Regenfällen brach am 10.2.2005 der Staudamm.
Etwa 350 Menschen starben in den Fluten. |