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Ablauf eines Yellowstone-Ausbruchs

1. Phase

In der ersten Phase wird sich die gesamte Region allmählich anheben (Vulkanologen nennen das "Uplift"). Die Anhebung wird sich über ein etwas grösseres Gebiet erstrecken, als später zur Caldera wird. Durch die Anhebung entstehen radial angeordnete Risse aus denen Lava quillt. Wielange diese Phase dauert, hab ich bisher leider noch nicht herausgefunden, es handelt sich aber offensichtlich um einen langsamen Prozess, der sich einige Zeit hinzieht.

2. Phase

Sobald die Anhebung abgeschlossen ist und der Druck in der unterirdischen Magmakammer hoch genug geworden ist, gibt es eine heftige Eruption, bei der sich das Magma der Magmakammer entleert und die sich über Tage und Wochen hinzieht. Irgendwann hat das "Dach" der Magmakammer nicht mehr genug Halt von unten und bricht als Caldera in den Raum, der bisher vom Magma ausgefüllt wurde. Dieser Einbruch kann mehrere hundert Meter tief sein und stellt das Haupt-Eruptionsereignis dar.

3. Phase

Im Anschluss an den Caldera-Einbruch füllt sich die Magmakammer wieder auf und die abgesackte Caldera steigt allmählich wieder an. Aus den Bruchkanten am Rand der Caldera quillt Lava in vielen kleinen Ausbrüchen.

(Diese Phasenbeschreibung entspricht in etwa der Beschreibung auf der offiziellen Seite des Yellowstone Volcanic Institute)


Kommentare

Die erste Phase könnte man als Warnphase betrachten, denn sie ist lang genug, um letzte Vorbereitungen zu treffen. Als Laie sollten wir also verstärkte Aufmerksamkeit auf den Yellowstone richten, wenn er anfängt Risse zu kriegen und Lava austritt. Verstärkte Geysir-Aktivitäten sind vom Ernstfall zu weit weg, um als letzte Warnung gesehen zu werden.

Wenn dann enorme Mengen Asche und Magma aus dem Erdinnern geschleudert werden, kann man davon ausgehen, dass es bald ernst wird. Für Bewohner der Umgebung sind schon diese Ausbrüche gefährlich und vor Ort werden sie auch jetzt schon den Himmel verdunkeln.

Der ganz grosse Knall passiert aber erst, wenn die Caldera einbricht. Dieser Einbruch wird heftige Erdbeben verursachen, die wahrscheinlich noch an der Pazifik-Küste zu spüren sind.

Die kleinen Teile der Eruption, wie Asche, Schwefelverbindungen usw. werden vermutlich bis in über 50 km Höhe geschleudert. Dort befinden sie sich in der Stratosphäre, in der Luftströmungen die Teilchen über die gesamte Nordhalbkugel verteilen werden. Innerhalb von ca. drei Wochen müssten sich die Partikel rund um den Globus verteilt haben. Die reflektieren dann das Sonnenlicht und sorgen dafür, dass die Temperaturen stark sinken.



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