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Haltbarkeitstest 2010: Neues von der Monats-Tonne

Monatstonne Nach weiteren zwei Jahren ist es mal wieder Zeit für einen neuen Check der Monatstonnen.

Dass ich die Monatstonnen gepackt habe, ist inzwischen 7 Jahre her, die meisten Produkte darin sind seit fünf bis sechs Jahren überfällig. Die Tonnen stehen übrigens in unserem Keller, wo es relativ trocken ist und zwischen 8°C und 18°C, je nach Jahreszeit.

Die letzte Überprüfung des Inhalts einer Monatstonne war vor zwei Jahren (2008). Damals war ich überrascht, wie gut sich die Lebensmittel in der Tonne gehalten haben.

Obwohl ich auch für dieses Jahr zuversichtlich bin, graust es mich doch ein wenig, als ich die Tonne für den diesjährigen Check aus dem Keller trage. Wer weiss, was für gruselige Schädlinge mich gleich anspringen werden?

Die Erläuterung des Monatstonnen-Prinzips und die zusammengefasste Erinnerung dazu vom letzten Mal, erspare ich mir diesmal und fange gleich mit der Vorstellung meiner Überprüfungsergebnisse an.

Die Tonne ist ganz schön staubig, als ich sie aus dem Keller hole und ans Tageslicht bringe.

Zuerst kommt daher ein kleiner Besen zum Einsatz, damit die Tonne wieder halbwegs präsentabel ist.

Nach der Öffnung des Deckels sieht alles ok aus.

Der zugeknotete Müllsack ist unversehrt.

Auch nach der Öffnung des Müllsack sieht noch alles gut aus.

Ich bin schon mal etwas erleichtert, denn es sieht zunächst nicht so aus, als würde mich das kalte Grausen in der Tonne erwarten.

Jetzt geht es ans Eingemachte.

Zuerst sind die Vitamine dran.

Die Vitamintabletten sehen aus wie neu. Doch ob sie noch alle Vitamine enthalten, kann ich natürlich nicht beurteilen. Ich vermute, dass die Tabletten inzwischen etwas weniger Vitamine enthalten als am Anfang. Lieber wäre es mir natürlich, wenn ich es mit einem entsprechenden Gerät genau untersuchen könnte.

Die Kekse sehen auch noch prima aus.

Der Geschmackstest ist mittelprächtig.

Die Kekse sind ein bisschen pappig und schmecken minimal muffig. Dennoch esse ich meinen Testkeks mit Genuss.

Meinen Gästen würde ich diese Kekse in guten Zeiten wohl nicht anbieten, aber in Notzeiten wären sie ein absoluter Hochgenuss.

Die Spagetthi sehen gut aus. Sie rutschen locker aus der Tüte, nachdem ich die Tüte geöffnet habe.

Sie riechen nicht und beim Knabbern an den ungekochten Stangen schmeckt alles ganz normal.

Der spätere Kochtest zeigt, dass die Spagetthis noch einwandfrei sind. Sie schmecken wie neu.

Inzwischen ist die oberste Schicht abgetragen.

Bis jetzt sieht der Monatstonnen-Check sehr gut aus.

Wie es wohl weitergehen wird?

Als nächstes kommen die Rosinen dran, die Sorgenkinder in der Monatstonne.

Sie sehen eingeschrumpelt und etwas krustig aus.

Geschmacklich sind sie aber durchaus noch akzeptabel. Sie schmecken etwas muffig, was mich nicht wundert.

In guten Zeiten würde ich sie nicht mehr in meinem Müsli essen, aber in Notzeiten wäre ich begeistert über diese Rosinen, genau wie bei den Keksen.

Auch bei den Haferflocken bin ich immer etwas skeptisch, weil sie im Allgemeinen relativ schnell muffig schmecken.

Diese hier sehen noch wunderbar aus.

Sie schmecken auch akzeptabel, nur ein klein wenig muffig. Für Notzeiten ein wahrer Leckerbissen, zumal man sie nicht kochen muss.

Der Zitronen-Tee ist noch wunderbar körnig und schmeckt wie neu.
Auch das Salz ist rieselfähig wie am ersten Tag und weist keinerlei Alterserscheinungen auf.

In meinem normalen Vorratsschrank im Keller ist mir Salz übrigens schon klumpig geworden und die Packung hat sich fast aufgelöst. Die sorgfältige Verpackung in der Monatstonne hilft also offenbar, die Lebensmittel frisch zu halten.

Weiter zu den roten Linsen.

Sie sehen gut aus und haben keinen Fehlgeruch.

Der spätere Kochtest ergibt, dass sie noch sehr gut schmecken.

Das gleiche gilt für die braunen Linsen. Auch die Erbsen sehen prima aus, aber die habe ich nicht test-gekocht.

Der Zucker ist einwandfrei.

Keine Klumpen, keine Verfärbungen, weiss und rieselfähig wie am ersten Tag.

Der Reis sieht auch noch prima aus.

Allerdings riecht er im ungekochten Zustand ein wenig muffig.

Vor dem Probekochen spüle ich ihn kurz mit klarem Wasser.

Fertig gekocht schmeckt er sehr gut, so gut, dass man ihn durchaus seinen Gästen anbieten könnte.

Das Mehl ist in einwandfreiem Zustand.

Locker mehlig und geruchsneutral.

Beim späteren Probekochen lässt es sich sehr gut zu einem Teig verarbeiten und zu einem leckeren Fladen braten.

Das Öl sieht noch sehr gut aus, keine Schlieren oder Verfärbungen.

Diesmal ist es ein billiges Sonnenblumenöl, nicht wie sonst ein Rapsöl.

Die Sonnenblumen riecht und schmeckt man beim Geschmackstest deutlich raus, was ja gar nicht schlecht ist. Ausserdem schmeckt es aber auch leicht ranzig, was nicht so erfreulich ist, aber den Erwartungen entspricht.

Für das Kochen in guten Zeiten würde ich dieses Öl nicht mehr verwenden, aber in Notzeiten würde ich mich über den wertvollen Energiespender freuen und es ohne Einschränkungen verwenden.

Auch unsere Katze fand die Qualität der Monatstonnen-Vorräte gut.

Kaum hatte ich einen Teil der Vorräte zum Probekochen in die Küche getragen, stürzte sie sich auf die Kekse und labte sich an ihnen.

Ob das wohl ein ergänzendes Qualitätsmerkmal ist, das für die Kekse spricht?

Probekochen

Nach der äusserlichen Begutachtung der Tonnen-Vorräte wollte ich die zu kochenden Bestandteile auch noch in gekochter Form überprüfen.

Also gab es eine Probekochung.

Auf dem Herd blubbern vier Töpfe vor sich hin.

Reis, Nudeln, rote Linsen und braune Linsen werden jeweils in etwas Salzwasser gekocht, bis sie gar sind.

Ausserdem mache ich einen Teig aus etwas Mehl mit einer Prise Salz und einem Schuss frischem Öl, denn ich will ja das Mehl testen und nicht das leicht ranzige Öl. Aus dem Mehlteig brate ich einen kleinen Fladen.

Schliesslich sind die kochbaren Nahrungsmittel alle fertig gekocht.

Da sie bis auf eine leichte Salzung völlig ungewürzt sind, erwarte ich mir geschmacklich nicht allzu viel.

Es geht ja auch darum, ob die Vorräte einwandfrei sind, daher wäre eine starke Würzung eine Verfälschung.

Das Essen schmeckt dennoch super lecker.

Zu zweit stürzen wir uns auf die gekochten Monatstonnen-Vorräte und sind vom Geschmack ganz begeistert.

Eigenlich wollten wir nur einen kleinen Bissen probieren, um die Qualität zu überprüfen.

Doch es schmeckt so lecker, dass wir das normale Mittagsessen ausfallen lassen und stattdessen die Vorräte essen.

Keiner der gekochten Zutaten schmeckt man ihr hohes Alter an. Sie schmecken alle wie frisch gekauft.

Fazit

Ich bin begeistert von der Qualität der sieben Jahre alten Monatstonnen-Vorräte.

Sie sind noch genau so gut wie vor zwei Jahren und es gibt keine nennenswerten Beanstandungen. Nur kleine Geschmackseintrübungen, wie leicht muffig und leicht ranzig, konnte ich feststellen und das auch nur bei Produkten mit kurzem Mindesthaltbarkeitsdatum (z.B. Rosinen und Kekse).

Wenn das so weiter geht, halten die Monatstonnen womöglich noch zehn Jahre.

In ein oder zwei Jahren werde ich die nächste Tonne testen.

Bisher kann ich diese preiswerte Möglichkeit für Langzeitvorräte nur wärmstens empfehlen.

Wie geht es weiter?

Die leere Tonne will jetzt neu gefüllt werden.

Bei dieser Gelegenheit ermittle ich die neuen Preise.

Ausserdem gibt es kleine Erweiterungen des Inhalts.

Siehe:

Siehe auch:

Stand: 15.9.2010



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