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Kochen mit der Monatstonne:
Reis und rote Linsen

Reis und Dhal (Rote Linsen) Angesichts der Nahrungsmittel in der Monatstonne fragen sich Viele, was man mit diesen Trockenvorräten wohl am besten kochen kann.

Darum habe ich beim Kochen mit der getesteten Vorratstonne ein paar Fotos gemacht, um euch mithilfe einer Fotoanleitung ein Beispiel für ein Monatstonnen-Rezept zu zeigen.

Es gibt: Reis und rote Linsen (Dhal)

Man kann Reis und Dhal ohne weitere Ergänzungen essen. Millionen Inder sind froh, wenn sie solch eine nahrhafte Mahlzeit bekommen. Reis und Dhal ist übrigens eine Art indisches Nationalgericht.

Der Reis ordentlich satt. Er enthält reichlich Kohlenhydrate und auch etwas Eiweiss (Protein). Die roten Linsen enthalten besonders viel Eiweiss. Die Zusammensetzung der Aminsäuren im Protein der roten Linsen ergänzt sich wunderbar mit dem Protein des Reises. In der Kombination der beiden entsteht ein vollwertiges Eiweiss

Für diejenigen, die es etwas üppiger lieben, gibt es noch asiatisches Mischgemüse (siehe Hinweis zum Gemüse).

Man kann dieses Gericht natürlich auch völlig unabhängig von Vorräten aus der Monatstonne kochen.

Zutaten

Die angegebene Menge reicht für etwa 4 Personen.

Als Tassen werden grosse Tassen verwendet, die gut 200 ml fassen.

Reis

  • 1 grosse Tasse Reis
  • 2 - 2 1/4 Tassen Wasser
  • 1/2 Teelöffel Salz

Rote Linsen - Dhal

  • 2/3 Tasse Rote Linsen
  • 1 Esslöffel Pflanzenöl
  • Wasser nach Bedarf
  • 1/2 Teelöffel Salz

    Falls vorhanden:
  • 1 Zwiebel
  • Pfeffer
  • Paprika
  • Curry oder Garam Masala (aisatische Gewürzmischung)

Gemüse (falls vorhanden)

  • 1 Packung Asiatisches Pfannengemüse aus der Tiefkühltruhe

    Oder:
  • Zwiebeln, Karotten, grüne Bohnen, Erbsen, Blumenkohl, Lauch, rote Paprika, Champignons, Bambussprossen usw.

Ergänzung (falls vorhanden)

  • Jogurt
  • Chilli-Sosse

Foto-Anleitung

Die nachfolgende Fotoanleitung zeigt Schritt für Schritt, wie man Reis und rote Linsen mit Gemüse kochen kann.

Die einzelnen Arbeitsschritte sind in zeitlicher Reihenfolge angeordnet, so wie es im echten Leben stattfindet.

Man sieht also mehrere Bilder lang, wie die roten Linsen zubereitet werden und dann springt man wieder zum Reis, um zu schauen, ob er brav vor sich hinköchelt.

Arbeitsdauer: ca. 40 Minuten

Hier sieht man die wesentlichen Zutaten dieses Gerichtes.

Hinzu kommt noch Salz und die Ergänzungen, die aus dem Arme-Leute-Essen eine ziemlich gesunde Leckerei machen.

Das Kochen beginnt mit dem Reis, weil der am längsten braucht, bis er gar ist (ca. 30 Minuten Kochzeit).

Füll eine Tasse voll mit Reis.
Gib deb Reis in einen Topf.
Füll die gleiche Tasse 2 bis 2 1/4 mal mit Wasser.
Giess das Wasser zu dem Reis in den Topf.
Hier sieht man Reis und Wasser zusammen im Topf.
Gb etwa einen halben Teelöffel voll Salz in den Topf.
Leg einen deckel auf den Topf und stell ihn auf den Herd.

Bring Reis und Wasser bei mittlerer bis voller Hitze zum Kochen.

Als nächstes kommt das Mischgemüse dran, weil das am zweitlängsten braucht.

Falls man frisches Gemüse verwendet, müsste man damit beginnen. Zuerst müssten Zwiebeln in Fett angebraten werden und dann das geschnittene Gemüse darin angedünstet werden. Ausserdem muss man das Gemüse selber würzen, beispielsweise ähnlich, wie bei den roten Linsen beschrieben. Ansonsten geht die Zubereitung von frischem Gemüse ähnlich wie für das Tiefkühlgemüse beschrieben.

Die Zubereitung des Mischgemüses ist ganz einfach, weil es schon Fett und Würzung enthält.

Erhitze eine grosse Pfanne.

Kipp das gefrorene Gemüse in die heisse Pfanne.

Es zischt ganz gewaltig, weil das Gemüse eiskalt und feucht ist.

So lässt man es erst einmal eine Weile zischen, während die roten Linsen vorbereitet werden. Ab und zu sollte man einen Blick auf das Gemüse werfen und hin und wieder etwas umrühren.

Für die roten Linsen brät man am besten zuerst eine Zwiebel an, sofern man eine Zwiebel hat.

Es geht auch ohne Zwiebel, aber die roten Linsen schmecken besser mit Zwiebel.

Falls man keine Zwiebel hat, gibt man die roten Linsen direkt in das erhitzte Öl (siehe unten).

Die Zwiebel wird geschält und in kleine Würfel geschnitten.
Giess etwa einen Esslöffel Öl in einen mittelkleinen Topf.
Erhitze das Öl bei mittlerer bis voller Hitze (hängt vom Herd ab).

Testweise kannst du schon mal ein Zwiebelstückchen hinein werfen. Sobald es brutzelt, ist das Öl heiss genug.

Gib die Zwiebelstücke in den Topf mikt dem heissen Öl.
Es brutzelt und zischt.

Rühr die Zwiebelstücke immer wieder um, damit sie nicht anbrennen.

Spätestens jetzt sollte man mal wieder einen Blick auf das Gemüse werfen und etwas umrühren.
Am besten breitet man das Gemüse flach auf dem Pfannenboden aus, damit alle Gemüsestücke erhitzt werden.

Falls das Reiswasser schon kocht, stellt man die Herdplatte kleiner, damit der Reis nur sanft vor sich hinköchelt.

Die Zwiebel im Linsen-Topf werden allmählich glasig.

Dann sind sie reif für die roten Linsen.

Giess die roten Linsen in eine grosse Tasse.
Die Tasse etwa Zweidrittel voll dürfte für die Meisten die richtige Menge sein (4 Personen).

Je nach Appetit auf rote Linsen kann man aber auch mehr oder weniger Linsen verwenden.

Gib die roten Linsen zu den angedünsteten Zwiebeln.
Rühr die roten Linsen gut um.
Nach kurzer Zeit beginnen die Linsen zu glänzen und werden intensiver orange.
Das Gemüse ist inzwischen wahrscheinlich schon aufgetaut und etwas angebraten.

Man kann jetzt etwas Wasser hinzufügen, damit das Gemüse nicht anbrennt und ausserdem besser garen kann.

Der Reis müsste inzwischen kochen, wenn er das nicht schon vorher getan hat.

Stell die Herdplatte kleiner, sobald der Reis kocht.

Der Reis sollte ab jetzt sanft vor sich hinköcheln, man nennt das auch simmern.

Rühr die Linsen immer wieder um.

Sie sollten ein paar Minuten lang ohne Wasserzugabe angedünstet werden.

Das Wasser in der Gemüsepfanne ist möglicherweise schon schnell verdampft.

Dann kann man neues Wasser hinzufügen.

Ausserdem sollte man immer mal wieder umrühren.

Das Gemüse sollte man immer im Auge behalten, muss aber nichts weltbewegendes mehr damit tun.

Die Linsen sind durch das Andünsten wahrscheinlich etwas dunkler geworden.
Irgendwann kommt der Moment, um Wasser zu den Linsen hinzu zu fügen.

Giess etwa eine Tasse voll Wasser zu den Linsen.

Die Linsen schwimmen zunächst in der Flüssigkeit.
Nach kurzer Zeit beginnt das wasser zu kochen, weil der Topf und die Linsen schon erhitzt waren.

Stell die Herdplatte dann kleiner, damit die Linsen nur sanft vor sich hinköcheln.

Jetzt kann man die Linsen würzen.

Aber Achtung! Die Linsen werden erst gesalzen, wenn sie weich sind!

Daher kommen jetzt erst mal die Gewürze Pfeffer, Paprika, Curry oder Asiagewürz dran.

Mit diesen Gewürzen kann man auch das Gemüse würzen, wenn man kein fertig gewürztes Tiefkühlgemüse verwendet hat.

Nach wenigen Minuten Kochzeit sieht man, wie die Linsen dicker und heller werden.

Sie brauchen jetzt noch eine Weile, um weich zu werden.

Während der Kochzeit muss man die Linsen oft umrühren, um das Anbrennen zu verhindern.

Rote Linsen neigen zum Anbrennen, wenn man nicht auf sie achtet.

Jetzt ist auch mal wieder Zeit, um einen Blick auf den Reis zu werfen.

Wenn er aufgehört hat zu köcheln, stellt man die Herplatte wieder etwas höher. Meistens muss man mit der Temperatur ein wenig fein justieren, denn das Wasser soll ja sanft köcheln und weder kochen noch abkühlen.

In dieser Phase des Reiskochens gibt es zwei Schulen, wie man weiter mit dem Reis umgeht.

Die Einen rühren den Reis nicht um. Dann bilden sich kleine, senkrechte Löcher, durch die Hitze und Flüssigkeit nach oben gelangen können. Der Reis brennt so nicht leicht an, solange genug Feuchtigkeit im Topf ist.

Die Anderen rühren den Reis jetzt oft um, als Vorbeugung gegen das Anbrennen. So hat man ständig die Kontrolle, wieviel Wasser noch im Topf ist.

Falls das Wasser verdampft ist, bevor der Reis weich ist, giesst man noch etwas Wasser hinzu.

Nach einer Weile sind die Linsen zu einem dicken Brei eingedickt.
Wenn die Linsen noch nicht weich gekocht sind (Ausprobieren), dann giesst man noch etwas Wasser hinzu.

Auch das Gemüse will immer mal wieder umgerührt werden.

Wenn die Karotten weich oder bissfest sind, ist meistens auch das restliche Gemüse gar.

Der Reis ist gar, wenn er weich ist.

Im Idealfall sollte bis dahin auch das Wasser vollständig verkocht sein.

Falls noch zuviel Wasser im Reis ist, kann man das Wasser durch ein Sieb abgiessen.

Auch der Dhal (Rote Linsen) ist gar, wenn er weich ist.

Er sollte bis dahin zu einem Brei verkocht sein.

Erst dann, wenn die Linsen ganz weich sind, darf man die Linsen salzen.

Wenn man die Linsen vorher salzen würde, würden sie kaum noch weich werden.

Jetzt ist das Essen fertig.

Hier die puristische Variante: Reis und rote Linsen.

Macht satt und stärkt durch gutes Protein.

Mit dem Gemüse werden Reis und Dhal etwas üppiger.

So wird aus dem Essen eine vollständige Mahlzeit, auch nach verwöhnteren Vorstellungen, wenn auch eine vegetarische.

Mit etwas Jogurt und ein wenig Chili-Sosse kann man das Essen noch aufpeppen.

So wird es gerne in Indien gegessen:

Chili für kräftige Schärfe und Jogurt, um die Schärfe wieder zu lindern.

Hinweis zum asiatischen Mischgemüse

Wenn man im Notfall mit seiner Monatstonne trostlos im Keller hockt, hat man natürlich meistens kein Gemüse zur Hand, aber es gibt ja auch Notsituationen für Gartenbesitzer. Gartenbesitzer können dann Gartengemüse für die Frische und Reis und Linsen zum Sattwerden kochen.

Ausserdem wollen die Nahrungsmittel der Monatstonne ja auch in guten Zeiten verbraucht werden, damit man sie nicht wegwerfen muss.

Ich habe eine fertige Tiefkühlgemüse-Mischung gewählt, weil dieses Gemüse lecker schmeckt und preiswert ist (ca. 1,35 Euro für 700gr). Wenn ich all die darin enthaltenen Gemüse einzeln kaufen will, wird das erheblich teurer und ich habe bergeweise Gemüse übrig. Die Anleitung auf dieser Seite soll zudem kein Gemüsekochkurs werden, sondern das Gemüse nur am Rande beschreiben.

Siehe auch:

Stand: 24.2.2009



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