RapstalerHier geht es um ein Backrezept für schlechte Zeiten.Darf ich vorstellen: die Raps-Taler:
Bestimmt erinnert ihr euch noch an meine billigen Jahresvorräte, bei denen man mit Mehl, Öl usw. auskommen muss. Stellt euch vor, ihr darbt schon geraume Zeit mit enggeschnalltem Gürtel, seid zwar froh über eure billigen Vorräte, aber die ewigen Fladen mit Erbseneintopf hängen euch dermassen zum Hals heraus. Und zu allem Überfluss nähert sich auch noch Weihnachten, das Fest der Plätzchen und des Gänsebratens ;-) Glücklicherweise hat die schlaue Hausfrau auch ein paar Päckchen Backpulver eingelagert, denn die sind billig und nehmen nicht viel Patz weg. Oder, wenn euch das zu dramatisch ist, stellt euch folgendes vor: So ein Ärger aber auch, die ganze Zeit war man zu beschäftigt, um sich um so Albernheiten wie Weihnachtsgebäck zu kümmern. Jetzt wo man endlich dran denkt, weil es gar so brutal weihnachtet, sind die ganzen bezahlbaren Weihnachtsplätzchen ausverkauft. Für die ganze Palette der Kekszutaten fehlt euch die Knete, denn die ist dieses Jahr für die Heizölrechnung, oder war es die Handyrechnung draufgegangen. Im Küchenschrank lungern zwar noch Mehl, Zucker, billiges Pflanzenöl, Salz und ein einsames Backpulver rum, aber daraus kann man doch wohl keine Kekse backen, oder? Braucht man nicht Eier zum Plätzchen-Backen? Oder wenigstens Milch, Butter oder dergleichen? Das wollte ich genauer wissen. Und siehe da: Es gibt durchaus Plätzchen-Rezepte ohne Eier, z.B. Heidesand. Heidesand "leben" von einem hohen Butteranteil. Butter hat zwar, anders als Pflanzenöl, die Eigenschaft, bei Kälte hart und bei Hitze weich zu werden, aber beide sind Fette. Also habe ich folgendes Rezept ausprobiert: Zutaten:
Und so gehts:
Das Erstaunlichste ist: Die Raps-Taler schmecken nicht nur lecker, sondern sie haben auch ein gewisses Aroma nach Macademia-Nüssen. Damit hätte ich nicht gerechnet. Vermutlich ist das der Eigengeschmack des Rapsöls, der hier zur Geltung kommt. |