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Rapstaler

Hier geht es um ein Backrezept für schlechte Zeiten.

Darf ich vorstellen: die Raps-Taler:

http://wiki27.parsimony.net/wiki66690/bilder/vorraete/raps-taler.jpg

Bestimmt erinnert ihr euch noch an meine billigen Jahresvorräte, bei denen man mit Mehl, Öl usw. auskommen muss.

Stellt euch vor, ihr darbt schon geraume Zeit mit enggeschnalltem Gürtel, seid zwar froh über eure billigen Vorräte, aber die ewigen Fladen mit Erbseneintopf hängen euch dermassen zum Hals heraus. Und zu allem Überfluss nähert sich auch noch Weihnachten, das Fest der Plätzchen und des Gänsebratens ;-) Glücklicherweise hat die schlaue Hausfrau auch ein paar Päckchen Backpulver eingelagert, denn die sind billig und nehmen nicht viel Patz weg.

Oder, wenn euch das zu dramatisch ist, stellt euch folgendes vor: So ein Ärger aber auch, die ganze Zeit war man zu beschäftigt, um sich um so Albernheiten wie Weihnachtsgebäck zu kümmern. Jetzt wo man endlich dran denkt, weil es gar so brutal weihnachtet, sind die ganzen bezahlbaren Weihnachtsplätzchen ausverkauft. Für die ganze Palette der Kekszutaten fehlt euch die Knete, denn die ist dieses Jahr für die Heizölrechnung, oder war es die Handyrechnung draufgegangen. Im Küchenschrank lungern zwar noch Mehl, Zucker, billiges Pflanzenöl, Salz und ein einsames Backpulver rum, aber daraus kann man doch wohl keine Kekse backen, oder?

Braucht man nicht Eier zum Plätzchen-Backen? Oder wenigstens Milch, Butter oder dergleichen?

Das wollte ich genauer wissen.

Und siehe da: Es gibt durchaus Plätzchen-Rezepte ohne Eier, z.B. Heidesand. Heidesand "leben" von einem hohen Butteranteil.

Butter hat zwar, anders als Pflanzenöl, die Eigenschaft, bei Kälte hart und bei Hitze weich zu werden, aber beide sind Fette.

Also habe ich folgendes Rezept ausprobiert:

Zutaten:

  • 200 gr Mehl
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 200 gr Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • ca. 200 ml Rapsöl oder anderes Pflanzenöl (eher weniger)

Und so gehts:

  • Nimm eine Schüssel, in der du den Teig anrühren kannst.
  • Vermische das Mehl mit dem Backpulver
  • Mische Zucker und Salz dazu
  • Rühre nach und nach das Öl unter die Trockenmischung. Vorsichtig dosieren, denn der Teig sollte am Schluss gut knetbar, aber weich sein.
  • Rolle einen Teil des Teiges zu einer dicken Wurst (ca. 4 cm).
  • Schneide ca. 1/2 cm dicke Scheiben ab.
  • Lege die Scheiben auf ein gefettetes Backblech (oder mit Backpapier). Die einzelnen Kekse sollten mindestens 1/2 cm Abstand voneinander haben.
  • Backe die Raps-Taler 20-35 Minuten bei 180° Grad im Backofen.
  • Die Raps-Taler verändern beim Backvorgang kaum ihr Aussehen und werden auch nicht braun. Trotzdem sind sie irgendwann fertig und können aus dem Ofen geholt werden.
  • Anfänglich zerbröseln die Raps-Taler noch leicht, aber wenn sie abkühlen, werden sie stabiler.
  • Man erhält knapp zwei Backbleche voll mit obigen Zutaten-Mengen.

Das Erstaunlichste ist: Die Raps-Taler schmecken nicht nur lecker, sondern sie haben auch ein gewisses Aroma nach Macademia-Nüssen. Damit hätte ich nicht gerechnet. Vermutlich ist das der Eigengeschmack des Rapsöls, der hier zur Geltung kommt.



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